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Ich habe fast den ganzen Tag ein Lied auf den Lippen. Meine Umgebung macht mich oft darauf aufmerksam, denn mir selbst ist es meistens nicht bewusst, dass ich pfeife, summe, singe. Und seit meine Kinder auf der Welt sind, ist es noch schlimmer!

Egal, ob du auch eine Sing- und Summmaschine bist wie ich oder nur heimlich unter der Dusche trällerst – eines wirst du sicher unterschreiben: Musik ist eine Bereicherung für unser Leben. Und sie ist auch ist beim Lernen und vor allem beim Lernen von Sprache (egal, ob es die Erstsprache oder eine weitere Sprache ist) eine große Unterstützung.  Wenn du dich dafür interessierst, warum Musik beim Sprachenlernen besonders hilfreich ist, klicke gleich hier. Da Musik aber viel, viel mehr kann, möchte ich dir hier darüber erzählen.

Musik hat verschiedene Superkräfte. Hier eine eine nicht komplette Liste:

Musik und Emotion

 Musik hilft uns, eine Stimmung zu erzeugen, zu intensivieren oder zu verändern. Hast du auch ein Motivationslied, das dich am Morgen aus den Federn kommen lässt? Oder gibt es ein Musikstück, das dich traurig stimmt? Wir trösten unsere Kinder mit Liedern, singen sie in den Schlaf (oder versuchen es zumindest) und verkürzen eine Autofahrt mit gemeinsamen Melodien.

Musik und Gemeinschaft

Musik hilft uns auch, Gemeinschaft zu erfahren. Wenn wir gemeinsam tanzen oder eine Gruppe von Fußballfans dasselbe Lied singt, erleben wir diesen Effekt. WissenschafterInnen haben zum Beispiel herausgefunden, dass Kinder Erwachsenen eher helfen, wenn sie sich vorher gemeinsam im Takt bewegt haben. (Hier kannst du mehr darüber lesen.) Gemeinsames Musizieren macht uns also auch hilfsbereiter. Wie schön, findest du nicht auch?

Musik und Gehirn

Musik schult unser Gehirn. Wenn wir regelmäßig musizieren, können wir uns besser konzentrieren, Informationen speichern und neue Aufgaben erfassen. Diese Fähigkeiten können wir und unsere Kinder in allen anderen Lebensbereichen auch brauchen! 

Musik und Sprache

Musik und Sprachenlernen hängen zusammen: WissenschafterInnen haben belegt: Kinder, die regelmäßig aktiv musizieren, können Laute besser unterscheiden. Man konnte bei neun Monate alten Babys feststellen:  Musikhören und Bewegung zur Musik helfen Kindern, Rhythmus und Muster von Sprache zu ermitteln! (Hier kannst du mehr darüber erfahren.)

Musik und (kulturelles) Wissen

Musik transportiert kulturelles Wissen und prägt Erinnerungen: Wenn ich an meine Kindheit denke, habe ich meine singende Oma im Kopf. Für sie war es selbstverständlich, uns Enkeln Lieder beizubringen. Das war für mich als Kind ganz normal. Später wurde mir bewusst, was für ein besonderes Geschenk sie mir damit gemacht hat — auch wenn ich viele dieser Lieder wieder vergessen habe. Sie hat mir ihre Zeit geschenkt und ihre Kreativität — dazwischen erzählte sie mir von ihrer eigenen Kindheit. Eine Welt, die ich ohne diese Momente wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte.

 

 

Du möchtest Musik im Leben deiner Familie. Wie gehst du nun vor?

  1. Höre gemeinsam mit deinen Kindern Musik! Und gönnt euch auch Ruhe. Genießt Musik und dreht den Radio auch immer wieder bewusst ab. 

  1. Musiziere und singe mit deinen Kindern! Egal, ob du dich selbst als musikalisch einstufst oder nicht (ich sage: jeder Mensch ist musikalisch). Dazu braucht man keine großen Instrumente. Ein Tisch als Trommel oder eine Flasche mit Bohnen als Rassel genügen! 

  1. Bewegt euch gemeinsam zur Musik! Das stärkt nicht nur eure Koordination, sondern auch eure Beziehung zueinander.

Viel Spaß beim gemeinsamen Musizieren wünscht

deine Brigitte 

PS: Wenn du dich fragst, was das alles mit dem Deutschlernen zu tun hat, dann klicke hier. 

PPS: Möchtest du mit deinen Kindern spielen, reimen, singen, aber ihr kommt im Alltag nicht dazu? Dann hol’ dir meine Tipps dazu in der Welearngerman-Familie, einer Facebookgruppe für alle deutsch-interessierten Eltern.