fbpx

 

Kennst du diesen Gedanken? 

„Ich habe schon so vieles in meinem Alltag zu tun. Und auch der Zeitplan meiner Kinder ist voll. Neben Haushalt, Fußballtraining, Kindergarten und Verwandtenbesuchen ist einfach keine Zeit für das Deutschlernen mehr.“

Zeitmangel und Stress sind oft Gründe dafür, warum Menschen abgeschreckt werden, mehr Sprachen in ihre Familie zu bringen. Doch der Weg zu mehr Deutsch in deiner Familie ist einfach! Dazu brauchst du nur diese 4 Schritte zu befolgen:

 

1. Integriere das Deutschlernen in euren Alltag 

Kinder lernen Sprachen über die alltäglichen Routinen. Beim Waschen, Essen, Windeln wechseln, Spielen sind wir mit unseren Kindern in Kontakt. Wir erklären ihnen, was wir tun. Wir fordern sie auf, uns etwas zu geben. Wir zeigen ihnen, wie gut das Gemüse schmeckt und sagen „mhhh“. Wir verstecken unser Gesicht und rufen „Guck-Guck“. 

Diese alltäglichen Routinen können zu Deutschlern-Ritualen werden: kleine Situationen, wie das Zähneputzen, das Schlafengehen, das Schuhe anziehen. Und das ohne extra Kurse, ohne einen weiteren Termin in der Woche. Ganz einfach.

 

2. Kleine Schritte bringen euch zum Ziel!

Du bist motiviert, Deutsch in deine Familie zu bringen? Super! 

Du möchtest gleich loslegen? Noch besser. 

Du möchtest ab jetzt nur noch Deutsch sprechen? Warte mal… Überlege zuerst, was in deiner speziellen Situation wirklich das Beste für dich und deine Familie ist:

Variante A: Ist Deutsch eine Fremdsprache für dich? Dann überfordere dich nicht. Nimm eine Routine alle vier Wochen und mache sie zu einem Deutschlern-Ritual. Wenn ihr vier Wochen ein Ritual konsequent eingehalten habt, wird es für euch selbstverständlich sein. Dann habt ihr Energie für ein neues. Wenn du heute Lust hast, mit einem Deutschlern-Ritual zu beginnen, dann hol dir mein kostenloses Freebie mit Phrasen für die Morgenroutinen! 

 

 

Variante B: Ist Deutsch deine Erstsprache/eine deiner Erstsprachen und ist dein Baby klein oder noch in Mamas Bauch? Dann kannst du ab sofort nur noch Deutsch sprechen, klar. Überlege mit deinem Partner/deiner Partnerin/deinem Umfeld, wie die Sprachenwelt deines Kindes aussehen soll. (Eine Basislektüre bietet z.B.: „Mehrsprachige Erziehung: Wie Sie Ihr Kind fördern“ von Vassilia Triarchi-Herrmann).

Variante C: Wenn Deutsch deine Erstsprache ist und du bis jetzt mit deinem Kind in einer anderen Sprache kommuniziert hast, dann sei vorsichtig: Dein Kind ist es gewöhnt, mit dir in einer anderen Sprache zu sprechen. Denk daran: Die Beziehung zu deinem Kind ist immer das Wichtigste! Verunsichere dein Kind nicht und geh die Sache langsam an. Vielleicht sind auch einzelne Rituale für euch der richtige Weg?

 

3. Genieße die gemeinsamen Momente

Die Beziehung zu deinen Kindern ist das Fundament. Durch gemeinsame Rituale kannst du diese Beziehung noch stärken. Ihr baut an einer gemeinsamen Familiengeschichte, an eurer lebenslangen Verbindung. Ist das nicht schön?

Fühlst du dich aber gestresst,

…weil dein Kind noch keine Wörter auf Deutsch spricht?

…weil du nicht die gewünschten Resultate siehst?

…weil das Kind der Nachbarin schon 5 Sprachen fließend spricht?

Dann geh einen Schritt zurück und atme tief durch.

Dein Kind kann sich nur weiterentwickeln, wenn es sich gut fühlt. Dein Kind fühlt sich nur gut, wenn du auch entspannt bist. Genieße also die gemeinsame Reise mit deinem Kind, genieße die Rituale, die du mit deinem Kind bewusst erlebst. Der Rest kommt von selbst. Und das oft schneller, als du dir erwartest.

 

4. Bleib dran!

Meistens ist es leicht, mit einer neuen Idee an den Start zu gehen. Man möchte die Welt erobern und freut sich über die ersten Erfolge. Doch nach spätestens ein, zwei Monaten wird es anstrengend. Die Mühen der Ebene sind da: Du kannst dich schwer motivieren. Du bist unsicher, ob der Weg der richtige ist. Keiner in deinem Umfeld versteht dich und deinen Plan.

Geht es dir auch so? Dann komm in die kostenlose welearngerman-Familie, einer Facebook-Gruppe, bei der du Motivationskicks und gute Tipps von mir erhältst und dich mit anderen Eltern austauschen kannst. Du wirst sehen, das Dranbleiben wird damit ganz leicht.

Bis bald,

Brigitte